Medizingeschichtliche Führung

Vom Pesthaus zur Barmherzigkeit
Rundgang, Dauer: ca. 2 Stunden, Preis pro Person: 15 Euro

Alles begann 1710 mit einer Quarantänestation, dem sog. Pesthaus. Das heutige Gelände der Charité wird indes von Bauten geprägt, die vom Anfang des 20. Jahrhunderts stammen. Wenn man die alten Steine zum Sprechen bringt, erzählen sie von revolutionären Entdeckungen, tragischen Irrtümern, von absoluter Hingabe an Forschung und Fortschritt, aber auch von Missbrauch und Neid, Missgunst und Intrigen.
Unser Rundgang beginnt am berühmten „Charité-Turm“ und führt vorbei an der ehemaligen Kinderklinik zur Pathologie (Rudolf Virchow), über das ehemalige Pockenhaus zur „Nervenklinik“ (Wilhelm Griesinger) und zur Chirurgie (Ferdinand Sauerbruch), schließlich zu einem wenig bekannten Areal, auf dem sich die Anatomie der Universität und ein merkwürdiger „Medizin-Tempel“ befinden. Robert Koch hat ganz in der Nähe geforscht und als erster den Erreger der Tuberkulose durch sein Mikroskop gesehen.
Die Lichtgestalten der Berliner Medizin werden uns begegnen, genau wie die Ärzte „im Schatten“, die sich zum Handlanger des Nazi-Regimes und viele Menschen in verbrecherischer Weise zum Material machten.
Der zweistündige Rundgang führt in eine Zeit und Welt, in der es oft buchstäblich um Leben oder Tod ging.