Das „wilde“ Kreuzberg

Vom Kottbusser Tor zum Görlitzer Bahnhof
Rundgang, Dauer: ca. 3 Stunden, Preis pro Person: 15 Euro

Es wird laut und bunt: Es geht durch das multikulturelle, ewig junge Kreuzberg. Der Ortsteil trägt seinen Namen nach einem Hügel, auf dessen Spitze das kreuzförmige Nationaldenkmal von Herrn Schinkel steht. Wir beginnen am belebten, sozial schwierigen Kottbuser Tor, mitten im Kreuzberger Kiez. Türkischer Markt, arabische Restaurants und Bistros, Cafés und alternative Clubs und Bars versammeln sich um den Platz, der von der Hochbahn der berühmten U-Bahnlinie 1 geteilt wird. Vorbei an Gründerzeithäusern und der klotzigen Architektur des „Neuen Kreuzberger Zentrums“ aus den 1970er Jahren nähern wir uns der pulsierenden Oranienstraße, dem Herz des ehemaligen Postzustellbezirks SO 36, nach dem der Kiez bis heute benannt ist. Es gibt einiges zu entdecken: Die Berliner Blindenanstalt mit hauseigenem Shop oder das Museum der Dinge, Comics- und Modeläden. Und hier ist immer viel los.

Weiter geht´s über den Heinrich-Platz und vorbei am Frauenzentrum „Schokoladenfabrik“ zum Mariannenplatz, wo sich das geschichtsträchtige Künstlerhaus Bethanien befindet. Nebenan im „Rauchhaus“ erinnert man sich an die Hausbesetzer-Szene der 1970er Jahre, genauso wie im Bethanien selbst. Wir bewegen uns danach zum „Baumhaus an der Mauer“, einem legendären Gartenprojekt aus Mauer-Zeiten, anschließend für eine Verschnaufpause in die inzwischen schon kultige Markthalle 9, wo dreimal pro Woche ein bunter Wochenmarkt stattfindet. Frisch gestärkt marschieren wir in den Görlitzer Park, in dem sich noch einige Gebäude des historischen Görlitzer Bahnhofs befinden. Über den Hügel, unter dem sich das Spreewaldbad befindet, führt uns der Weg in die belebte Wiener Straße, vorbei am Cabuwazi Kinderzirkus und etlichen berühmten Bars und Clubs. Unser Spaziergang endet gegenüber des Islamischen Kulturhauses am Görlitzer Bahnhof.