Ein bisschen Statistik

Interessante Zahlen aus dem Landesamt für Statistik: Die Dynamik des Zuzugs in die Hauptstadt lässt nach! Nachdem in den letzten fünf Jahren das positive Saldo (also die Differenz zwischen Weg- und Zuzug) sich immer in Größenordnungen von 40 000 bis 50 000 Personen bewegte, läuft es 2018 auf eine deutlich niedrigere Zahl hinaus. Während von Januar bis September 2018 insgesamt 133 400 Personen nach Berlin zogen, verließen 114 000 Personen die Stadt. Daraus ergibt sich ein sogenannter Wanderungsgewinn von 19 400 Personen. Ganz überwiegend waren es Ausländer, die für diese Erhöhung der Bevölkerungszahl sorgten!

Was bedeutet das? Offenbar fällt es den „Einwanderern“ aus fremden Ländern (noch) leichter, die für Deutschland doch hohen Kosten für Miete oder für den Erwerb von Wohneigentum in Berlin zu bezahlen. Und es zeigt, dass unsere Stadt im Ausland nach wie vor als attraktiver Lebens- und Arbeitsmittelpunkt gilt. Zugleich wird die Verringerung des Bevölkerungswachstums eine Entspannung am schwierigen Wohnungsmarkt bringen, wenn auch nur eine kleine.

Es bleibt zu hoffen, dass die Anstrengungen, in Berlin mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, nicht nachlassen. Bislang ist hier zu wenig getan worden. Eine Verbesserung des Angebots wäre natürlich auch ganz im Sinne der Neuberliner, der jetzigen und der zukünftigen.