Wo war die Mauer?

Es ist die meistgestellte Frage der Berlin-Besucher. Und ich denke, sie treibt auch heute noch viele Neuberlinerinnen und Neuberliner um. Schließlich stößt man, wenn man hier lebt, immer wieder auf die Spuren dieses furchtbaren Bauwerks. Und erst kürzlich wurde ein bislang unbekanntes Stück Mauer in der Nähe der neuen Zentrale des Bundesnachrichtendienstes entdeckt.

Vor zwei Tagen jährte sich der Todestag des letzten Maueropfers zum 30. Mal: Chris Gueffroy war 20 Jahre alt, als er am 05. Februar 1989 in der Nähe der Britzer Allee Brücke beim Fluchtversuch erschossen wurde. Im Fernsehen lief am 03. Februar eine sehr eindrucksvolle und bewegende Dokumentation, die man sich ab heute noch drei Tage lang in der rbb-Mediathek anschauen kann. Titel: „Das kurze Leben des Chris Gueffroy“. Insgesamt geht man davon aus, dass in Berlin 140 Menschen getötet wurden, als sie versuchten, die Mauer zu überwinden.