Berlin

Stadtführungen zur Medizingeschichte

Ich führe Sie zu den reichlich vorhandenen Spuren der Berliner Medizingeschichte. Sie werden die Orte und die Persönlichkeiten einer atemberaubenden Epoche kennenlernen und vor allem die Geschichten hören, die Berlin in der Zeit von 1840 bis 1910 zum Weltzentrum der Heilkunst gemacht haben. Grundlage der Führung ist mein zusammen mit Prof. Eva Brinkschulte verfasstes Buch "Das medizinische Berlin - Ein Stadtführer durch 300 Jahre Medizingeschichte", be.bra Verlag Berlin. ISBN 978-3-8148-0178-0. 286 Seiten, Euro 14,95 (Erscheinungsdatum: Juli 2010).

Die Charité-Tour

Alles begann 1710 mit einem Pesthaus. Das heutige Gelände der Charité wird indes von Bauten geprägt, die vom Anfang des 20. Jahrhunderts stammen. Wenn man die alten Steine zum Sprechen bringt, erzählen sie von revolutionären Entdeckungen, tragischen Irrtümern, von absoluter Hingabe an Forschung und Fortschritt, aber auch von Mißbrauch, von Neid, Missgunst und Intrigen.
Unser Weg beginnt am berühmten "Turm" und führt vorbei an der ehemaligen Kinderklinik zur Pathologie (Rudolf Virchow), über das ehemalige Pockenhaus zur Nervenklinik (Wilhelm Griesinger) und zur Chirurgie (Ferdinand Sauerbruch), schließlich zu einem wenig bekannten Areal, auf dem sich die Anatomie der Universität und ein merkwürdiger "Medizin-Tempel" befinden. Robert Koch hat ganz in der Nähe geforscht und als erster den Erreger der Tuberkulose durch sein Mikroskop gesehen.
Die Lichtgestalten der Berliner Medizin werden uns begegnen, genau wie die Ärzte "im Schatten", die sich zum Handlanger des Nazi-Regimes und viele Menschen in verbrecherischer Weise zum Material machten.
Der Rundgang führt Sie in eine Zeit und in eine Welt, in der es oft buchstäblich um Leben oder Tod ging.

Startpunkt: Charité-Platz 1, am Haupteingang ("Charité-Turm")
Dauer: 2 Stunden
Kosten pro Teilnehmer: Euro 15,00
Zeitpunkt: immer am ersten Sonntag des Monats, 11.00 -13.00 Uhr

Die Frauen-an-die-Front-Tour

Lange mussten die Frauen in Preussen kämpfen, bis man sie zum Studium der Medizin zuließ. Praktizieren konnten sie im Deutschen Reich ab 1870, da für die Ausübung der Heilkunde keine Lizenz erforderlich war. Sie durften sich allerdings nicht als Arzt bezeichnen. Die beiden ersten "weiblichen Ärzte" Berlins wählten für ihre Niederlassung das sogenannte Scheunenviertel. Unser Streifzug führt uns zum "Engel der Armen" in der Schönhauser Allee, danach zur ehemaligen Poliklinik für Frauen und Kinder in der Alten Schönhauser Straße. Den Endpunkt des Spazierganges bildet eine der wichtigsten konfessionellen Einrichtungen Berlins, das St. Hedwig Krankenhaus in der Großen Hamburger Straße.

Startpunkt: U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz
Dauer: 2 Stunden
Kosten pro Teilnehmer: Euro 15,00
Zeitpunkt: immer am zweiten Sonntag des Monats, 11.00 -13.00 Uhr

Allgemeine Geschäftsbedingungen für die Touren

Anmeldung vorab telefonisch oder per E-Mail (Kontaktformular). Mindestens 5, maximal 15 Teilnehmer. Bezahlung vor Beginn der Tour in bar. Kosten für Fahrten mit ÖPNV sind im Tourpreis nicht enthalten und müssen von den Teilnehmern selbst getragen werden.