Berlin

Beginners' Blog

Neuigkeiten für Neuberliner

Berlin: Der Hype geht weiter!

Gestern im TAGESSPIEGEL: Irgendwelche obskuren Trendscouts beschwören das Ende des Berlin-Hype. Was für ein großer Quatsch!

Neuberliner, keine Panik: Ihr alle seid hier genau richtig. Hier, wo in den letzten Jahren so viele einfallsreiche und fantasievolle Menschen angelandet sind, sich wohlfühlen und die Stadt bereichern. Denn es geht genau darum, um Menschen. Nicht um Papier, nicht um Gebäude, nicht um irgendwelche Moden, die bekanntermaßen ständig wechseln und daher vergänglich sind.

Statt solch einen Mist zu drucken, sollte die Zeitung lieber die Geschichten dieser Menschen erzählen. Dann würde man dort sehr schnell eines mit Sicherheit merken: nicht nur "the beat goes on", nein auch "the hype goes on and on and on..."

Davon ist 100%ig überzeugt:
Euer Thomas Knuth

FÜR ALLE NEUBERLINER: Das Buch zur Stadt

Ja, es ist wahr: Die Zeiten ändern sich in Berlin besonders schnell. In den letzten fünf Jahren hat sich z.B. die Zahl der Neuberliner stetig erhöht. Der sogenannte Nettosaldo gibt an, was unterm Strich steht: Zugezogene minus Weggegangene, Geburten minus Tote. 2013 ist so die Einwohnerzahl von Berlin effektiv um 40.000 Menschen gestiegen.

Für alle Menschen, die hierher kommen, um zu bleiben (2013 insgesamt 160.000) gibt es ein Buch, in dem alles steht, was man für einen guten Start braucht:
"Berlin for Beginners - Tipps für Stadteinsteiger".

Dieses Buch hat sich über die Jahre als Leitfaden für den "Berlin-Nachwuchs" bewährt. Seine Inhalte werden regelmäßig aktualisiert:
Mehr Informationen:
http://www.berlinstory-verlag.de/programm/titel/13-Berlin_for_Beginners.....

Bleibt nicht allein!

Ja, richtig, ich weiß: Man findet in diesem Blog normalerweise Kultur- und Freizeittipps für Neu- und Nicht-mehr-ganz-so-neue-Neuberliner. Aber alleine ins Kino oder Konzert zu gehen, macht auf die Dauer keinen Spaß.

Neuberlinerinnen und Neuberliner, lasst Euch nicht entmutigen, nicht einschüchtern von dieser Stadt und ihrer Schnelllebigkeit und Sucht nach Abwechslung. Sucht aktiv auf allen Wegen und Kanälen den Kontakt zu Menschen, die wie Ihr das vielfältige Angebot, das Berlin auf so verschiedene Arten macht, nutzen wollen.

Es ist letztlich egal, ob Ihr diesen Kontakt am Tresen einer Kneipe, im Tanzkurs oder im Sportverein knüpft. Hauptsache, Ihr bringt Euch ein und bleibt nicht allein. Denn Ihr alle seid nicht allein, es gibt so viele von Euch. Engagiert Euch, wie auch immer. Macht mit beim Projekt Berlin. Ihr werdet sehen: Es lohnt sich. Was Ihr gebt, kommt irgendwann zurück. Nur Geduld und Selbstvertrauen.

Nicht schon wieder? Doch!

Am Potsdamer Platz wird schon wieder die Rodelbahn aufgebaut, im Bio-Supermarkt werden Lebkuchen und Adventskalender angeboten. Machen wir uns nichts vor: Es geht stramm auf Weihnachten zu.

Auch in den letzten Monaten sind in Berlin wieder viele Neuankömmlinge angelandet, mit ganz unterschiedlicher Ausgangslage: Junge Menschen, die an einer der Berliner Unis ihr Studium aufgenommen haben; nicht mehr so junge Menschen, die ihren Arbeitsplatz und damit ihren Lebensmittelpunkt in die Hauptstadt verlegt haben; und auch ältere Menschen, darunter manche Rückkehrer in die Stadt ihrer Kindheit, die hier ihren Lebensabend verbringen wollen.

Allen gemeinsam ist die manchmal bange Frage: Wie komme ich in dieser großen Stadt zurecht? Jede und jeder muss da seinen eigenen Weg finden. Es gibt aber in Gestalt eines Buches eine gute Hilfe. Wie es heißt? "Berlin for Beginners", also "Berlin für Einsteiger", nicht für Anfänger, denn niemand will ein Anfänger sein. Ein ideales Geschenk für den Freund, den Familienangehörigen, den Sohn oder die Tochter, die nun an der Spree für längere Zeit oder gar für immer leben wollen.

Infos zum Buch, das man überall im Buchhandel kaufen bzw. bestellen kann:
http://www.berlinstory.de/berlin-for-beginners-9-auflage/20628.

Atemberaubend

Auch in den Sommermonaten gibt es tolle Veranstaltungen in Berlin. Man kann nicht alles selbst sehen. Aber man hat sein Netzwerk und von dort kommen enthusiastische Berichte: Die neue Show der australischen Zirkustruppe C!RCA gastiert im "Chamäleon"-Theater in den Hackeschen Höfen und soll wunderschön sein. Mit allen Möglichkeiten der Artistik und Akrobatik wird vorgeführt, was wir Menschen sind, sein wollen, sein können.
Die Show heißt "Beyond", also "außerhalb, darüber hinaus, jenseits" und die Artisten, so ein guter Freund, gehen wirklich über die Grenzen dessen hinaus, was man auf einer Bühne für möglich hält. Ich werde sie mir erst Ende August anschauen können. Aber darauf und auf meinen Bericht müsst Ihr, liebe Neuberlinerinnen und Neuberliner, nicht warten! Meine Empfehlung: Sobald wie möglich hingehen. Nach allem, was ich höre, erwartet Euch ein ganz besonderer Abend.
http://chamaeleonberlin.de/programm/beyond/show/22

Kuscheljustiz in Berlin

Wir alle, die hier gerne leben und gerne sicher leben in Berlin, sind immer noch entsetzt darüber, was eine Bande von Schlägern mit Jonny K. gemacht hat. Ich persönlich bin wütend darüber, wie die Berliner Justiz regelmäßig mit solchen Verbrechen umgeht. Statt klare Zeichen zu setzen, werden sogar Serientäter immer wieder freigelassen bzw. gar nicht erst aus dem Verkehr gezogen. Jüngstes Beispiel: Wrangelkiez in Kreuzberg, wo ein junger Mann bereits 17mal (!) straffällig geworden ist und immer noch frei herumläuft!

Im Falle von Jonny K. haben Jugendhelfer jetzt milde Strafen für die brutalen Täter gefordert. Was für ein verheerendes Signal! Die feigen Täter, die ein junges Menschenleben ausgelöscht haben, sollen Strafen zur Bewährung und „soziales Einzeltraining“ bekommen. Man ist fassungslos angesichts dieser Forderung, ein erneutes Beispiel für einen völlig verfehlten Umgang mit jugendlichen Kriminellen in Berlin. Der Haupttäter Onur U., ein früherer Amateurboxer und notorischer Gewalttäter, hatte sich in die Türkei abgesetzt und war nur aus Angst vor türkischen Gefängnissen nach Deutschland zurückgekehrt. Er sei, so heißt es, von der Untersuchungshaft „sehr beeindruckt“. Dies soll ihn nun für eine milde Strafe qualifizieren? Liebe Jugendhelfer, versteht Ihr eigentlich wirklich, was für eine Botschaft Ihr damit für potentielle Nachfolgetäter aussendet?!

Freier Eintritt in Berliner Museen

Sicher: Es ist Juli, es ist heiß in Berlin, wer denkt da an Museen?! Aber, liebe Neuberlinerin, lieber Neuberliner, der nächste Herbst bzw. Winter kommt - leider, leider! - bestimmt. Der nachstehende Link führt zu einer brauchbaren Übersicht. Es geht um Museen und Ausstellungen, die einen Besuch lohnen und zudem nichts kosten:
http://www.berlin.de/orte/museum/freier-eintritt/

DER Berlin-Bücherwurm-Blog

Abwechslung muss sein. Sie tut gut. Deshalb empfehle ich heute mal einen anderen Berlin-Blog. Er wird von einem der besten Berlin-Kenner gefüttert. Man findet dort nicht nur aktuelle Buchtipps, sondern ganz viele Geschichten, die eines gemeinsam haben: Sie haben immer mit Berlin zu tun, mit seiner Vergangenheit, aber auch mit der Gegenwart.
Es gibt Fotos von kuriosen Demos, Ankündigungen und Berichte über alle möglichen Events in der Stadt, Kulturkritiken und vieles vieles mehr. Also, Neuberliner, nüscht wie rauf auf die Seite, es lohnt sich täglich: http://www.berlinstory.de/blog.

Hmmh, Sardinien!

Für alle Liebhaber der Insel und für solche, die es werden wollen: Am Hausvogteiplatz Nr. 12 gibt es den "Sardegna Store", Info- und Bezugspunkt in mehrfacher Hinsicht: kulturell, touristisch und gastronomisch.
Zur Zeit zu sehen: Die Sonderausstellung "Sinne aus Sardinien". Naja, der Titel ist nicht glücklich ins Deutsche übertragen worden. Was gemeint ist, gibt man vielleicht besser mit einem leicht abgewandelten Goethe-Motto wieder: Sardinien mit den Sinnen suchen, und zwar mit allen.
Der Verfasser dieser Zeilen hat zwei Jahre seines Lebens auf der Insel verbracht. Was soll man sagen? Wer das Meer liebt, aber auch eine äußerst abwechslungsreiche Landschaft - fruchtbare Ebenen und steile Felsen - , wer würzigen Schafskäse schätzt und kräftige Rotweine, wer ehrliche Gastfreundschaft wunderbarer Menschen sucht - der ist auf Sardinien genau richtig.
Fahren Sie einmal hin. Am besten am Ausgang des Sommers (September-Oktober).

Ihr
Thomas Knuth

Neueste Nachrichten aus der Kultur

Nur rasch die Kritiken meiner letzten Veranstaltungserlebnisse:

1. Gerd Dudenhöffer alias Heinz Becker im Kabarett "Die Wühlmäuse": platt, banal, ärgerlicher Klamauk. Dudenhöffer mimt den deutschen Spießbürger in der saarländischen Version. Was im Verbund mit Frau und Sohn in der bekannten Fernsehserie noch halbwegs witzig wirkt, ist beim Soloauftritt nur noch vulgär und peinlich. Das Lachen des Publikums sollte dem "Künstler" im Halse stecken bleiben.

2. Pigor und Eichhorn im "TIPI-Das Zelt": Pigor singt bissige Texte und Eichhorn begleitet ihn am Klavier. Was die beiden bieten, ist beste Unterhaltung, weil witzig und politisch zugleich. Highlights: Der IT-Song ("Nieder mit IT"), der Flughafen-Song ("Open this gate") und der Anti-Schloß-Song ("Baut den Palast der Republik wieder auf"). Eine tolle Begleitband (Gitarre, Bass & Schlagzeug) rockt kräftig, nicht nur im Background.

3. "Geschichten aus dem Wienerwald" (Ödon von Horvath) am Deutschen Theater (Regie: Michael Thalheimer): voll in die Hose gegangen die Arbeit von Thalheimer (der schon so viel Gutes in Berlin gemacht hat). Schreiende Schauspieler wo die Banalität des Bösen besser mit leisen Tönen daherkäme. Zeigefinger-Theater mit Holzschnitt-Charakteren (am Ende starren die Akteure hinter Masken auf das Publikum). Das doppelbödige Volksstück als eindimensionales Kleinbürger-Drama. Ohne Tiefe, reine Oberfläche. Eine große Enttäuschung, eine vergebene Gelegenheit für eine würdige Wiederaufführung dort, wo das Stück 1931 Uraufführung hatte. Am Stück und den Schauspielern lag es nicht. Thalheim hat es diesmal versiebt.

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