Berlin

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Neuigkeiten für Neuberliner

Was soll das?

Wieder der TAGESSPIEGEL. Schlagzeile heute: "Schwarzer Montag an den Börsen". Ist die Redaktion der BILD-Zeitung zu Gast oder macht in Vertretung die Zeitung?
Die Bezeichnung "Schwarzer Montag" geht auf den 19. Oktober 1987 zurück. An diesem einen Tag fielen die Aktienkurse weltweit dramatisch, die Rückgänge lagen zwischen 22 und 41 Prozent. Es handelte sich um den ersten wirklichen Crash seit dem Ende des 2. Weltkriegs.
Mit dieser Namensgebung erinnerte man an den "Schwarzen Donnerstag", den 24. Oktober 1929, als sich die Weltwirtschaftskrise von der New Yorker Börse innerhalb kürzester Zeit ausbreitete. In Europa, wo die Börsen einen Tag später kollabierten, wurde es ein "Schwarzer Freitag".
Was ist gestern passiert? Irgendetwas auch nur entfernt Ähnliches? Nein, überhaupt nicht. Der DAX fiel um 3,3 Prozent, der DOW JONES um 1,10 Prozent. Daraus macht der TAGESSPIEGEL einen "Schwarzen Montag".
Was, um Himmels Willen, soll das? Beim nächsten Langstreckenraketen-Test der Nordkoreaner muss es dann wohl heißen: "Die Menschheit vor der Auslöschung"
Seriöser Journalismus sieht anders aus. Liebe Redakteure, besinnt Euch auf Eure Aufgabe, uns mit angemessenen Worten und Vergleichen zu unterrichten! Unterlasst dieses leicht durchschaubare Gebaren, mit vermeintlich knackigen Titeln auf Leserfang zu gehen!

Wie wahr!

Den entsetzlichen Besitzstandswahrern von Berlin ins Stammbuch geschrieben (Erläuterung: Das sind die bescheuerten Egoisten, die es an vielen Orten in Berlin verhindern, dass dringend notwendige Wohnungen gebaut werden, z.B. auf dem riesigen Tempelhofer Feld):

"Hätte es direkte Demokratie schon in der Anfangszeit Berlins gegeben, würden die Leute jetzt immer noch in ihren Hütten im Urstromtal sitzen und sagen: ‚Nee, wollen wir nicht!‘“
Jens-Holger Kirchner (Grüne), Pankower Stadtrat für Stadtentwicklung, heute im "Tagesspiegel"-Interview.

Caspar David Friedrich

Es ist einfach unglaublich, was die Restaurierung der beiden Gemälde "Mönch am Meer" und "Abtei im Eichwald" bewerkstelligt hat. Unbedingt anschauen. Alte Nationalgalerie, 3. Stock.

Wenn man diese Bilder geliebt hat, wird man sie neu entdecken. Das Museum hat eine kleine Ausstellung zum Ablauf der "Rettungsmaßnahmen" hinzugefügt. Auch kann man einen Vergleich "Vorher-Nachher" ziehen.

Und natürlich gibt es auch weitere Werke des phantastischen Caspar David Friedrich zu sehen. Nicht zu reden von den übrigen ausgestellten Malern des 19. Jahrhunderts.

Deutsch für Neuberliner

Wie, was? Das kann doch nicht wahr sein, liebe Neuberliner: Sie kommen noch ohne Wörter wie "Narrativ" aus oder, jetzt ganz neu: "sexualisierte Gewalt"? Das geht ja gar nicht. Sie leben hinterm Mond.

Im Ernst: Ich lese die Zeitung, sehe fern oder höre Radio. Und alle, die sich für kulturell wichtig halten, plappern in diesem dummen Neusprech. Ich könnte mich kringeln. Gestern taucht im Heute-Journal dann aus dem Nichts eine "Bloggerin" auf und gebraucht das völlig unsinnige Ungetüm "sexualisierte Gewalt" gefühlte hundert Mal.

Lassen wir uns nicht von diesem wüsten Missbrauch unserer Sprache überwältigen, sprechen und schreiben wir so, wie es uns gegeben ist und nicht so, wie es uns die entsetzlichen Modemacher jedweder Spielart vorschreiben wollen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Mir ist das wichtig.

Ihr
Thomas Knuth

Buchtipp: Böses über Berlin

Karl Scheffler. Berlin - ein Stadtschicksal. Herausgegeben und mit einem Vorwort von Florian Illies. Erste Auflage 2015. Suhrkamp Verlag Berlin

Der Text stammt aber aus dem Jahr 1910. Scheffler war ein selfmademan, der sich vor allem als Kunstkritiker und Kunstförderer einen Namen machte. Für Neuberliner, die sich mit der Entstehung der Stadt beschäftigen wollen, um besser zu verstehen, wo sie hier gelandet sind, bietet das Buch viele Einsichten.

Der Leser wird sich oft über die radikalen Ansichten Schefflers wundern. Was er über Berlin sagt, ist nicht sehr schmeichelhaft. Allerdings muss man kritisch dagegen haltend feststellen, dass sein Maßstab zur Beurteilung von einem Idealbild von Stadt ausgeht, das in dieser Art nur sehr selten in der Wirklichkeit anzutreffen war und ist. Paris und London waren Anfang des 20. Jahrhunderts sicherlich aufregende Orte, aber auch dort gab es ganze Stadtviertel und teilweise eine Architektur, die Schefflers hohen Ansprüchen nicht genügten.

Dennoch möchte ich dieses Buch jedem Neuberliner sehr empfehlen. Sein berühmtester Satz lautet wie bekannt: "...Berlin dazu verdammt: immerfort zu werden und niemals zu sein".

Ihr
Thomas Knuth

Auf ein Neues!

Ich wünsche allen Neuberlinern, auch den zukünftigen, dass sie sich in dieser besonderen Stadt möglichst schnell einleben und hier auf Dauer heimisch werden.

An dieser Stelle und bei dieser Gelegenheit des Neuanfangs ein Zitat aus "Das Prinzip Hoffnung" des von mir sehr verehrten Ernst Bloch:
"Der Mensch lebt noch überall in der Vorgeschichte, ja alles und jedes steht noch vor Erschaffung der Welt, als einer rechten. Die wirkliche Genesis ist nicht am Anfang, sondern am Ende, und sie beginnt erst anzufangen, wenn Gesellschaft und Dasein radikal werden, das heißt sich an der Wurzel fassen. Die Wurzel der Geschichte aber ist der arbeitende, schaffende, die Gegebenheiten umbildende und überholende Mensch. Hat er sich erfasst und das Seine ohne Entäußerung und Entfremdung in realer Demokratie begründet, so entsteht in der Welt etwas, das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat."

Mit dieser wunderbaren Weisheit von Bloch starten wir also in das Neue Jahr, voller Zuversicht und mit der Kraft, die aus der Einsicht stammt, dass wir diese Welt zum Besseren verändern können.

Ihr Thomas Knuth

Protest gegen die Politik der neuen polnischen Regierung

Nachstehende Mail habe ich heute an den Botschafter Polens in Deutschland geschickt:

"Sehr geehrter Herr Botschafter,

als deutscher Historiker und Freund des polnischen Volkes, eingedenk der Geschichte unserer beider Völker, protestiere ich hiermit gegen die unerträglichen Eingriffe der Regierung Polens in die Unabhängigkeit von Justiz und Presse in Ihrem Land.

Ich bitte Sie darum, diesen Protest Ihrer Regierung zur Kenntnis zu bringen und hoffe, dass der eingeschlagene Kurs der Regierung alsbald korrigiert wird. Es wäre ein ungeheurer Verlust, wenn Polen das Lager des freien Europa verließe!

Mit besten Wünschen
Thomas Knuth"

2016: Sie brauchen/wollen einen neuen Job?

Da hätte ich eine gute Adresse für Sie. Eines wirklich fähigen Bewerbungshelfers. Er heißt Gerhard Winkler und ist ein echter Profi, der Ihnen garantiert helfen kann.

Geht es um den Lebenslauf? Wissen Sie nicht recht, wie Sie eine Bewerbung aufbauen? Ist Ihnen mulmig, wenn Sie an das Vorstellungsgespräch denken? Was soll ich dort sagen, wie präsentiere ich mich?

Am besten machen Sie das Tagesseminar bei Winkler. In diesem Jahr gibt es sogar noch einen Termin: 19. Dezember.

Ich verspreche Ihnen eines: Nach dem Seminar geht es Ihnen deutlich besser.
Alle Infos:
http://www.jova-nova.com/service/workshops/samstagstraining-anders-bewer...

Ihr
Thomas Knuth

Speziell für Neuberlinerinnen und Neuberliner!

Am 20. November 2015 wird die "BERLIN STORY", der Laden mit der besten Auswahl an Berlin-Literatur und an Berlin-Souvenirs, 18 Jahre alt. Bitte nicht verwechseln mit THE STORY OF BERLIN, der Ausstellung am Kurfürstendamm.
Dass es diesen Laden mit der feinen Adresse Unter den Linden 40 mittlerweile schon so viele Jahre gibt, ist wie ein Wunder. Alles ist anders, nur das Café Einstein und Dussmann blieben, die beide etwa zur gleichen Zeit anfingen. An Microsoft, Mercedes und Miele war noch nicht zu denken. Berlin zählte acht Millionen Übernachtungen pro Jahr, heute sind es fast 30 Millionen. Damals schrieb die ZEIT, Berlin sei hässlich und biete ein bedrückendes Bild städtebaulicher Brachen. Heute wollen alle nach Berlin.
So wie die Stadt sich verändert hat, wandelte sich auch die BERLIN STORY. Aus einem Laden wurden vier. Dazu kamen der Berlin Story Verlag, das Berlin Story Museum und der Berlin Story Bunker. Vorübergehend gab es auch das Dinnershow-Theater Berlin Story Salon sowie das Geschichtsfestival Historiale.

Die Berlin Story ist dabei immer dicht am Puls der Zeit. Die Internetseite gehört zu den ersten 10.000 kommerziellen Webseiten in Deutschland, der tägliche Blog macht die Arbeit seit 2003 transparent, der WebShop dehnt den Aktionsradius aus.
Der 2005 entstandene Berlin Story Verlag hat eine außerordentlich hohe Durchdringungsstiefe. Das fängt an mit der ersten Teilung Berlins vor 500 Millionen Jahren, der Plattenverschiebung zwischen Baltica und Avalonia (Berlin Geologie), geht über das erste Adressbuch Preußens 1704 (kommentierte 600 Seiten), bis zu Büchern über das Dritte Reich, die DDR, die Mauer , aber auch die Spätis in Berlin und Konnopke. Bücher und Filme über Berlin entstehen in bis zu zehn Sprachen. Mit wachsendem Tourismus erweitert sich die Produktionspalette auf Souvenirs, Poster, Postkarten.

Seit Anfang 2014 gehört der Berlin Story Bunker (Anhalter Bunker) mit dem Berliner Gruselkabinett dazu. Dort befindet sich jetzt auch das Berlin Story Museum, das einzige Museum, das Berlin vom Anfang bis heute in einer durchgehenden Erzählung und mit AudioGuides in zehn Sprachen zeigt.
Gründer der Berlin Story ist Wieland Giebel. Berlin Story Verlag, Bunker und die Souvenirhandlung werden von Enno Lenze geführt.

Neuberlinerinnen und Neuberliner, Sie suchen die besondere Berlin-Entdeckungstour?

Dann sollten Sie sich einmal diese Webseite ansehen: www.secret-tours.berlin.

Secret Tours ist etwas Neues, etwas Anderes, etwas Besonderes. Ich habe diese Touren für Sie getestet. Und ich muss sagen, dass sie ihr Geld wert sind. Sie werden in einem sehr bequemen Fahrzeug zu Orten kutschiert, die man schon allein wegen ihrer Entfernung oder Lage seltener sieht. Ein sehr kundiger Stadtführer erzählt ihnen Geschichten, die man seltener hört. Sie gewinnen Einblicke und Erkenntnisse, die man seltener erhält.

Rundum eine sehr empfehlenswerte Art, um unbekanntere Seiten von Berlin auf sehr entspannte Weise kennenzulernen. Natürlich in einer exklusiven, kleinen Runde von Teilnehmern. Es handelt sich nämlich um keine Massenveranstaltung, sondern um ein Angebot, das sich an eine Gruppe von Berlin-Interessenten richtet, die nicht mehr als sechs Personen umfasst.

Ihr
Thomas Knuth

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