Berlin

Das neue Berliner Ensemble!

Es ist unverkennbar, es dringt aus allen Fugen und Ritzen des alterwürdigen Theaterbaus: Am Berliner Ensemble, dem ehemaligen Theater von Helene Weigel und Bertolt Brecht, weht ein neuer Wind.
Nicht dass man die Verdienste des notorischen Quälgeistes Claus Peymann schmälern wollte oder sollte. Aber es war Zeit für einen Wechsel, für einen Wandel.
Der neue Mann, Oliver Reese, macht - Gottseidank! - keine Video-Sperenzchen und sonstigen Unfug, den man von Frank Casdorfs Pseudo-Revolutionstheater kennt. Nein, er setzt ganz auf die Qualität der Stücke und der Schauspieler.
Wir sahen "Eine Familie" und waren sehr angetan. Beeindruckend die Leistungen von Frau Kirchhoff und von Frau Becker.
Neuberliner, geht ins Theater. Es ist die schönste Art, sich seine Steuern zurückzuholen!

Viel Spaß wünscht
Thomas Knuth