Berlin

Den Bock zum Gärtner machen

Gestern hat man sich vor dem Brandenburger Tor an den 18. März 1848, den Höhepunkt der Deutschen Revolution, erinnert. In Berlin starben über 200 Menschen, dafür, dass sie für eine preußische Verfassung mit Grundrechten gekämpft hatten.

Ich habe mir heute die Augen gerieben, als ich sehen musste, dass einer, der nicht in diesen Zusammenhang gehört, die Frechheit besessen hat, als Festredner aufzutreten: Gregor Gysi. Ein Mann, der auf die allerengste Weise in der DDR mit der Stasi (MfS) zusammengearbeitet hat! Einer, der als "Rechtsanwalt" seine Mandanten an die Stasi verkauft hat!

Im Abschlussbericht des Immunitätsausschusses des Deutschen Bundestags von 1998 heißt es unter anderem:
Gysi habe "seine herausgehobene berufliche Stellung als einer der wenigen Rechtsanwälte in der DDR genutzt, um als Anwalt auch international bekannter Oppositioneller die politische Ordnung der DDR vor seinen Mandanten zu schützen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat er sich in die Strategien des MfS einbinden lassen, selbst an der operativen Bearbeitung von Oppositionellen teilgenommen und wichtige Informationen an das MfS weitergegeben. Auf diese Erkenntnisse war der Staatssicherheitsdienst zur Vorbereitung seiner Zersetzungsstrategien dringend angewiesen. Das Ziel dieser Tätigkeit unter Einbindung von Dr. Gysi war die möglichst wirksame Unterdrückung der demokratischen Opposition in der DDR.“

Und heute wagt es dieser Wicht, uns an die tapferen Männer und Frauen der Märzrevolution von 1848 zu erinnern. Und bekommt dafür noch eine Bühne. Man möchte laut schreien...