Berlin

Wer oder was nervt in Berlin? Teil 6: Mythos Multikulti

Seit vielen Jahren gehen speziell in Berlin die Bannerträger des Gutmenschentums mit einer Vorstellung vom Zusammenleben der Kulturen hausieren, die in der Praxis nicht funktioniert, nicht funktionieren kann.
Auszug aus einem Interview mit dem langjährigen Leiter der Berliner Stadtmission, Pfarrer Hans-Georg Filker:
Frage: "Was assoziieren Sie mit dem vielstrapazierten Begriff "Multi-Kulti"?
Antwort: "Traumtänzerei! Das funktioniert nur dort, wo durch einen guten Zufall echte Beziehungen zwischen den Ethnien wachsen. Diejenigen, die das als Ziel fordern oder als erreichten Zustand feiern, nähern sich einer anderen Ethnie überwiegend wie einer Reisebekanntschaft. Man muss dann gar nicht mehr auf die Bahamas fahren, denn man hat den Reggae ja schon hier. Oder man isst einen Döner und fühlt sich solidarisch mit der Türkei. Darin liegt eine völlige Verkennung der Ernsthaftigkeit und der Wirkung kultureller Wurzeln."
Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
Zitat aus: Manuela Arand/Thomas Knuth. Berlin 1989-2009, eine Bilanz in 12 Gesprächen. Berlin Story Verlag 2009.

Demnächst: Teil 7 / Vandalen in der Stadt