Berlin

Beginners' Blog

Neuigkeiten für Neuberliner

Geduld, Geduld!

Nur noch ein paar Wochen Geduld. Im Oktober ist es dann soweit:

Der Berlin Story Verlag - führend bei Büchern über Berlin - bringt sie heraus, die vollkommen überarbeitete, erweiterte und aktualisierte BIBEL für NEUBERLINER. Sie ist neu, aber trägt immer noch ihren guten alten Titel:

BERLIN FOR BEGINNERS - Tipps für Stadteinsteiger. 1. Auflage der Neufassung, 2016. In Fachkreisen läuft das Werk unter dem Kürzel "B4B".

Jede und jeder, der neu in Berlin ist, findet in dem Buch eine Menge nützlicher Hinweise und Informationen. Damit sie/er sich möglichst schnell zurechtfinden und gut einleben. Alle Problem- und Lebensbereiche werden dabei behandelt.

Ein Rat von mir: Auf Nummer sicher gehen und schnell vorbestellen!
Wo denn? Na hier: http://www.berlinstory.de/verlag/programm/berlin-heute/berlin-for-beginn...

Auf einen perfekten Stadteinstieg!
Ihr
Thomas Knuth

Und nu?

Ich hoffe nur eines, wirklich nur eines: dass die kommende Koalition aus SPD, Grünen und Linken die zahlreichen Baustellen dieser Stadt ohne ideologische Scheuklappen, ganz pragmatisch, konkret und direkt anpackt.

Berlin verdient baulich intakte Schulen, eine bürgernahe und effiziente Verwaltung, bezahlbare Wohnungen und eine Balance von Sicherheit und Freiheit im Alltag aller Bürger.

Ich wünsche uns allen, die wir hier leben, dass es eben nicht so weitergeht wie bisher, sondern dass endlich die Energie, die nicht zuletzt durch die vielen Neuberliner seit dem Mauerfall in die Stadt gekommen ist (und auch in Zukunft kommen wird), transformiert wird in sicht- und spürbare Veränderungen auf den genannten notorischen Problemfeldern. Es ist höchste Zeit.

Die Wahl der Qual

Ja, liebe Neuberliner, mir geht es nicht anders als Euch: Was soll man am nächsten Sonntag wählen? Ich sag mal so: Fragen wir uns doch zunächst, wer in den letzten 10 Jahren in Berlin regiert hat und folgendes definitiv nicht geschafft hat:
- den grottenschlechten, entsetzlichen baulichen Zustand der Berliner Schulen spürbar zu verbessern,
- den Service der 12 Bürgerämter den Bedürfnissen der Bewohner anzupassen,
- den Flughafen BER in Betrieb zu nehmen,
- den unseligen, höchst unproduktiven Streit zwischen Senat und Bezirken ein für allemal aus der Welt zu schaffen,
- die Schwerpunkte der Kriminalität einschließlich des Drogenhandels in der Stadt zu entschärfen,
- die Engpässe auf dem Wohnungsmarkt zu bekämpfen.

Wenn man die Frage beantwortet hat, was nicht schwer ist, dann hat man möglicherweise schon eine brauchbare Entscheidungshilfe. Viel (an Parteien) bleibt dann nicht übrig. Und - damit das klar ist - die sogenannte Alternative ist keine Alternative. Also? Tja, ich weiß es, ganz ehrlich, auch nicht. Eine Koalition aus drei Parteien? Das hat für mich keine große Zukunft. Auf jeden Fall: Wählen gehen!

Amerika

Das Wort hat einen gewaltigen, ja mythischen Klang. Gemeint sind hier die USA. Und die Neuberliner sollten wissen, dass es bis heute ein besonderes Verhältnis zwischen Berlin und dem Land der Freien gibt. Erst die Luftbrücke 1948/49, dann John F. Kennedy und später Ronald Reagan ("Mr. Gorbachev, open this gate").

Aber was ist aus diesen Vereinigten Staaten geworden bzw. was sind die USA heute? Ein äußerst gewalttätiges Land, wo es immer noch viel Rassismus gegen Schwarze gibt. Wo es - immer noch - viel zu leicht ist, sich eine Waffe zu beschaffen und damit andere umzubringen. Wo es diese vollkommen absurde, monatelange Veranstaltung namens Vorwahlkampf gibt, wenn ein neuer Präsident gewählt werden soll. Wo die Menschen jeden Tag mit neuen Prognosen, überhaupt für jeden nur erdenklichen Lebensbereich mit Statistiken überschüttet werden, als würde die Welt nur aus Zahlen bestehen. Ein Land, in dem nur der schöne Schein und die gute Show zählt. Und zu allererst das Geld und nichts als das Geld.

Nein, es ist nicht gut, was in den USA passiert. Es ist kein Vorbild, was von dort kommt. Man kann nur den Kopf schütteln, wenn man die Szenen von den Parteitagen der beiden demokratischen Parteien sieht. Und dabei daran denkt, dass Donald Trump möglicherweise der nächste Präsident der USA wird.

Berlin für junge Leute / Buchtipp!

Handlich, nützlich, topaktuell: "Berlin für junge Leute" (Herder Studienreisen GmbH, Berlin 2016) ist ein City Guide, der auf 282 Seiten die wichtigsten Informationen und Tipps für einen tollen Besuch der Hauptstadt versammelt. Phantastisch, wie viel man durch die Lektüre über Berlin und für einen Aufenthalt erfährt!

Besorgen sollte man sich das Teil schon vor der Klassenfahrt, denn es eignet sich hervorragend zur Vorbereitung der Expedition an die Spree. Ob Routenvorschläge für die Stadterkundung, ob Ausgeh- oder Einkaufstipps: Es ist alles drin in diesem gut gemachten Berlin-Begleiter, jede Menge angesagter Adressen und sogar ein kleiner Stadtplan und das Liniennetz des ÖPNV. Die 8,50 Euro sind nicht schlecht angelegt, viele Infos für wenig Geld.

Mit seinen vielfältigen Hinweisen ist das Buch auch eine ausgezeichnete Quelle der Information und Inspiration für Leute, die schon ein- oder mehrmals in Berlin waren. Sogar für einen Abstecher nach Potsdam findet man die passenden Empfehlungen.

Neuberliner in Charlottenburg-Wilmersdorf

Eine nützliche, reichlich sprudelnde Quelle der Information für alle Neuberlinerinnen und Neuberliner, die im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf ihr Nest gebaut haben, liegt ab sofort in aktualisierter Form wieder vor:

DAS BEZIRKSMAGAZIN.

Es enthält die wichtigsten Adressen zu Themen wie Behörden, Gesundheit, Sport und Kultur und viele interessante Informationen zum Bezirk, seiner Geschichte und Gegenwart. Da ist für jeden etwas Brauchbares dabei.
Wo ist die Broschüre (kostenlos) erhältlich? Naja, zum einen natürlich im Rathaus Charlottenburg an der Otto-Suhr-Allee. Dort liegt sie aus. Man findet sie aber auch im Bezirk in vielen Geschäften, in der VHS, in öffentlichen Bibliotheken und Einrichtungen.
Übrigens: Auch in anderen Stadtbezirken Berlins ist eine vergleichbare Publikation erhältlich. Einfach im Bürgeramt danach fragen oder auf der Webseite des jeweiligen Bezirks schauen.

Die modernen Autisten von Berlin

Als Stadtführer, der viel unterwegs ist in der Stadt, stoße ich immer wieder auf Euch und Euer Anblick macht mir keine Freude: Da sitzt Ihr in Mitte irgendwo in einem Café und hämmert irgendwelches dummes Zeug, das die Menschheit nicht braucht, in Eure Notebooks und findet das auch noch toll.

Freunde, bleibt doch zu Hause und erspart uns Lebenden Eure Gegenwart. Das Café war einmal (und sollte es auch bleiben) ein Ort der persönlichen Begegnung und des Austausches zwischen wirklichen Menschen. Von Euch hört man dagegen nichts, stumm sitzt Ihr stundenlang vor Euren Apparaten und macht wichtige Gesichter.

Bitte bleibt in Prenzlauer Berg und werkelt dort gnadenlos weiter an Eurer Selbstveredelung. Aber glaubt nicht, dass Ihr zu dieser Stadt gehört. Ihr seid nicht hip, sondern nur hop. Und zwar ex und hopp und hoffentlich bald wieder weg.

P.S. Diese Bitte gilt tendenziell auch für die "Vollverkabelten", also für die Menschen, die sich mit riesigen Kopfhörern auf den Ohren von ihrer Umwelt abschotten und überall in der Stadt ständig auf die Tasten ihrer kleinen Schachteln drücken. In was für einer Welt leben wir nur?! Die Autisten haben die Macht übernommen.

Engagieren Sie sich in Ihrem Bezirk!

12 Stadtbezirke gibt es in Berlin. In einem von ihnen lebt auch die Neuberlinerin/der Neuberliner. Ihre/seine ehrenamtliche Mitarbeit ist erwünscht, wird dringend gebraucht.
Die Bezirksverwaltungen bestehen nicht aus Beamten, die Däumchen drehen, sondern aus Menschen, die sich anstrengen, damit diese große Stadt funktioniert und floriert. Dazu gehören vielfältige Aktivitäten im sozialen und kulturellen Bereich. Die Menschen in den Bezirksämtern können dieses breite Angebot nicht alleine auf die Beine stellen und verwirklichen.
Deshalb soll von hier aus der Ruf ergehen: Neuberlinerinnen und Neuberliner, engagiert Euch. Schaut Euch an, was Euer Bezirk macht und überlegt, ob und wie Ihr einen Beitrag leisten könnt. Nebenbei bemerkt: Gerade als Neuankömmling ist dies ein empfehlenswerter Weg, um sich schneller einzuleben und Mitbürger kennenzulernen.
An die (ehrenamtliche) Arbeit!

Ihr
Thomas Knuth

Erdogan, Böhmermann und die Grenzen der Satire

Ja, es wird in diesen Tagen auch hier in Berlin wieder heiß diskutiert. Was darf Satire, was darf man öffentlich über den türkischen Staatspräsidenten sagen?

Dabei ist der Fall doch eigentlich klar: Was Böhmermann in seinem Schmähgedicht über Erdogan angeblich nur zu Demonstrationszwecken abgeliefert hat, hat doch mit Satire überhaupt nichts zu tun. Es ist schlicht nur ein ganz geschmackloser, dummer Text. Böhmermann ist ein Schreihals, ein Wichtigtuer, einer, der auf Wellen surft, die andere in Gang gebracht haben. Man glaube doch nicht, dass es ihm um die Sache, also um einen diktatorischen Staatspräsidenten geht, der in seinem Land die Meinungsfreiheit unterdrückt und es auf diese Weise immer weiter von Europa entfernt.

Es gibt in Deutschland eine ganze Reihe von scharfzüngigen Kabarettisten. Sie alle haben es nicht nötig, zu Formulierungen zu greifen, die über ihre obszöne Wortwahl hinaus keinerlei Erkenntnisgewinn verschaffen. Wo liegen also die Grenzen der Satire? Genau dort, wo sich als Satire tarnt was in Wahrheit nur das Werk eines narzisstischen Radaubruders ohne Tiefgang und Anstand ist.

Terror in Brüssel

Der Kommentar heute auf Spiegel Online bringt es auf den Punkt:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/bruessel-der-terror-und-der-nerven....

Brüssel ist eine tolle Stadt, aber die Sicherheitsbehörden sind schon seit Jahren völlig überfordert. Brüssel ist ein warnendes Beispiel, wie man es nicht machen darf. Auch für uns hier in Berlin. Denn dass es in unserer Stadt noch keine Anschläge gegeben hat, ist leider überhaupt keine Garantie für die Zukunft.

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